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Sylvia Knittel – Fotografie

Fotografie von Sylvia Knittel

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Landschaftsfotografie – unterwegs nach dem Licht

Unterwegs zu sein, macht mir Freude. Es erweitert meinen Horizont und zeigt mir, wie wunderbar die Welt doch ist. Bezaubernde, wilde, schroffe, liebliche Landschaften – ich mag alles. Hauptsache, es gibt etwas zu entdecken. Die Natur bringt mich immer wieder zum Staunen.

Auch wenn ich in einer Großstadt lebe, treibt es mich doch immer wieder hinaus in die Großartigkeit der Landschaft. Dabei kommt es nicht darauf an, dass es immer offensichtlich spektakulär ist. Die Großartigkeit entfaltet sich oft im Kleinen und in der richtigen Zeit und Perspektive.

Mammoth Hot Springs im Yellowstone Nationalpark
Sonnenaufgang im Yellowstone Nationalpark

Landschaftsfotografie ist sehr fordernd: seltsame Uhrzeiten, die zu keinem normalen Urlaub kompatibel sind; weite und umständliche Wege für ein einziges Bild, die zu keinem normalen Reisen kompatibel sind. Die Bilder entstehen aus der spannungsreichen Mischung zwischen sorgfältiger Planung von Zeit und Ort und dem spontanen Reagieren auf neue Situationen und ungeplante Ereignisse.

Auf dieser Seite habe ich zusammengetragen, was ich über die Jahre gelernt habe – über Licht, Motive, Technik und das, was wirklich in den Rucksack gehört. Ganz unten findest du außerdem alle meine Beiträge aus der Landschaftsfotografie, von Grönland über Patagonien bis auf die Schwäbische Alb.

Meine Beiträge zur Landschaftsfotografie

Aktualisiert am 30. Mai 2026

Altiplano

Altiplano - unterwegs in Chile und Bolivien Das Altiplano ist das Hochplateau der Anden - eine faszinierende Landschaft. Die zu- und abflusslose Region liegt komplett über 3000 Höhenmetern und erstreckt sich von Argentinien über Bolivien und Chile bis nach Peru. Das Klima ist arid bis semiarid, …

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Aktualisiert am 6. August 2026

Bergfrühling in Graubünden

Blühende Wiesen in Graubünden Mitte Juli blühen auf 2000 Metern Höhe die Bergwiesen - egal ob magere oder nährstoffreiche Standorte. An den Tagen, als ich mit Stefi Gratwohl in Graubünden unterwegs war, war es recht windig und so ergaben sich wunderbar bewegte Bilder. Diese hohen Wiesen …

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Aktualisiert am 30. Mai 2026

Patagonien 2023 – Argentinien

Die argentinische Seite von Patagonien 2020 konnten wir wegen der Pandemie nicht mehr einreisen nach Argentinien, aber 2023 klappte es. Das patagonische Argentinien ist schlichtweg riesig, im Osten der Anden erstrecken sich unendliche Steppen - das alles habe ich nicht bereist - aber das was ich …

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Aktualisiert am 30. Mai 2026

Norwegens Norden

Inselwelt im Norden Norwegens Lofoten, Andøya, Senja, Sommarøy - magische Worte in den Ohren von Norwegen-Liebhabern. Denn diese Inseln im Norden von Norwegen sind landschaftlich sensationell. Von schroffen Granitwänden bis hin zu weißen Sandstränden haben sie alles zu bieten. Ende August 2022 …

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Aktualisiert am 30. Mai 2026

Mitten im Atlantik: die Azoren

Azoren - das grüne Paradies Im Sommer 2022 habe ich die schlimmste Hitze in Deutschland gar nicht mitbekommen - ich war fünf Wochen auf den Azoren und habe von dort aus gearbeitet. Wir haben in einem Coworking/Coliving-Space gewohnt mit lauter jungen Menschen und haben das Leben sehr genossen. …

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Aktualisiert am 30. Mai 2026

Vortrag über Island

Naturgewaltiges Island - Vortrag am 8. Dezember 2021 Am 8. Dezember halte ich um 20:00 einen Vortrag im campus botanicus. Virtuell reisen wir nach Island und fliegen über Gletscher und Vulkane. Die gar nicht so kleine Insel hat landschaftlich so viel zu bieten, dass man von einem Wunder in …

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Aktualisiert am 30. Mai 2026

Island

Sommertage in Island Island im Sommer kann ganz schön warm sein. Aber auch frostig kalt. Wir hatten diesen Sommer innerhalb von 2 1/2 Wochen alles. Von Bikini- bis Daunenjackenwetter. Im Titelbild kann man das schön sehen: Dicke Wolken und blauer Himmel im regen Wechsel. Das Drohnen-Special …

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Aktualisiert am 25. März 2026

Die Milchstraße des Universums fotografieren

Das Zentrum der Milchstraße geht auf, Schwarzwald

Bei Neumond die Milchstraße fotografieren Das Fotografieren des Nachthimmels mit der Milchstraße ist absolut faszinierend, ich könnte stundenlang nach oben schauen. Selbst hier auf der Nordhalbkugel, wo die Milchstraße nicht immer so großartig sichtbar ist wie auf der Südhalbkugel lohnt es sich. …

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Aktualisiert am 30. Mai 2026

Winterstimmung

Schwarzwald Bäume im Schnee im Sonnenaufgang

Das besondere Licht im Winter Endlich - ein richtiger Winter mit Winterstimmung! Zumindest für ein paar Wochen. Da wir ja wegen Corona nicht weit weg dürfen, verpasse ich den Traumwinter in den Alpen leider und bin darüber sehr traurig. Aber ich bin froh und dankbar, dass es mir gut geht und ich …

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Aktualisiert am 25. März 2026

Torres del Paine – das Massiv

Dann waren wir endlich im Nationalpark Torres del Paine. Das über 3000 Meter hohe Massiv ragt wie ein gigantischer Block aus der Ebene, die nur knapp über Meereshöhe liegt. Von jeder Seite ergibt sich ein anderer Anblick. Senkrechte Granitnadeln, vereiste Gipfel, steile geschichtete gigantische …

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Aktualisiert am 25. März 2026

Gletscherwelten in blau und türkis

Chile, Patagonien, Torres del Paine, Glaciar Grey

Türkis ist eine in Patagonien oft vorkommende Farbe. Das Schmelzwasser der Gletscher lässt Flüsse und vor allem Seen in dieser Farbe leuchten. Beim Lago Grey, dem grauen See, ist der Natur offensichtlich die Farbe ausgegangen, denn das Wasser ist tatsächlich grau. Der Lago Grey bildet das …

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Aktualisiert am 25. März 2026

Última Esperanza und die Wasser von Torres del Paine

Fjord Ultima Esperanza, Chile, Patagonien, Regenbogen

Puerto Natales, am Fjord Última Esperanza gelegen, ist der letzte größere Ort vor der Wildnis. Nach der weiten Strecke über nahezu ebenes Gelände sind von hier die ersten Schneefelder zwischen hoch aufragenden Bergen zu erkennen. Genug Vorfreude auf den nächsten Tag! Im kleinen aber lebhaften …

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Aktualisiert am 7. Mai 2026

Mein Traumziel Patagonien – 2020

Anfang März ging es auf die lang erwartete Reise nach Patagonien. Der Weg war weit, geht es doch in das südliche Ende dieser Welt. Via Zürich (Treffen mit meiner Gruppe) flogen wir über Madrid, Santiago de Chile schließlich nach Punta Arenas für die erste Nacht - endlich angekommen in Patagonien! …

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Aktualisiert am 7. April 2026

Goldener Herbst in Thüringen

Mavic 2 Pro, Drohne, Thüringer Wald im Herbst mit gelbem Laub

Ein wirklich goldener Herbst war es in diesem Jahr und noch Mitte November leuchtete das Laub in warmem Gelb. Mein diesjähriger Thüringen-Fotoausflug führte mich zuerst an die Saaleschleifen und danach in den südlichen Thüringer Wald. Nachdem ich im vergangenen Jahr so tolle Novemberfotos im …

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Aktualisiert am 25. März 2026

Traumtage am Alpstein

Säntis, Morgenlicht

Mitte September trafen Sandra und ich uns am Alpstein. Seit unserem Ausflug Mitte April in den verschneiten Schwarzwald haben wir es nicht mehr geschafft, gemeinsam zum Fotografieren und Fliegen zu gehen. Und selbst dieses Wochenende stand noch auf der Kippe, weil es nicht klar war, ob das Wetter …

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Aktualisiert am 25. März 2026

Sonnenuntergänge in Island

Sonnenuntergang in Snaefellsnes

Nach viel zu kurzer Zeit kommt der Abschied von Ostgrönland und es geht zurück nach Island. Dort habe ich noch drei Tage Aufenthalt, die ich als Sicherheitspuffer eingebaut hatte. Man weiß ja nie so genau, ob die Flüge aus Grönland gehen. Die Flughäfen dort haben keinen Radar und so müssen bei …

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Aktualisiert am 25. März 2026

Bei den Riesen im Sermilik Fjord

Ostgrönland, Eisberg, Sermilik Fjord

Ammassalik ist eine Insel, deren westliches Ufer der Sermilik Fjord bildet. Insel heißt: Man kann sie (zumindest im Sommer) per Boot umrunden. Die Tour ist lang und so brechen wir früh in Tasiilaq auf. Zuerst ein kleiner Umweg, wir haben noch ein paar Gäste in Kulusuk abzusetzen. Wie gut, denn …

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Aktualisiert am 25. März 2026

Rund um Tasiilaq, zweiter Teil

Ostgrönland, Grönland, Tasiilaq

Immer wieder bin ich zu Fuß ab dem Roten Haus unterwegs. Für ein paar Tage hat die "Dagmar Aaen" in Tasiilaq festgemacht, das Schiff von Arved Fuchs. Zu meiner Freude dürfen wir an Bord. Wir werden sehr nett von Arved Fuchs und der Besatzung empfangen und herumgeführt auf diesem wunderschönen, aber …

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Aktualisiert am 25. März 2026

Zum Icecap: Weiße Unendlichkeit

Ostgrönland, Grönland, Gletscher, Drohne, Mavic 2 Pro, Panorama

Zum ersten Mal einen der Gletscher des grönländischen Icecap zu betreten ist etwas ganz besonderes. Zumindest für mich, denn es gibt mir eine winzige Ahnung davon, wie groß diese weiße, strahlende Unendlichkeit ist. In Nattivit Kangertivat fließt der Gletscher relativ flach in den Fjord hinein, …

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Aktualisiert am 25. März 2026

Rund um Tasiilaq

Mitternachtssonne, Ostgrönland, Grönland, Tasiilaq, Rotes Haus

Sehr viel fotografiere ich in der Umgebung von Tasiilaq, der Ort liegt einfach wunderschön: Hineingeschmiegt in eine Bucht im Fjord, die bunten Häuser leuchten, ebenso der ausgiebig genutzte Fußballplatz mittendrin.  Straßen gibt es wie überall in Grönland nur im Ort. Aber laufen ist …

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Aktualisiert am 25. März 2026

Gletscher und Fjorde

Drohne, Mavic 2 Pro, Ostgrönland, Greenland

Gletscher hautnah zu erleben ist immer eine besondere Erfahrung, zumal wenn sie sich in steile Fjorde ergießen, wie das in Ostgrönland der Fall ist. Dabei gibt es Gletscher, die vom Icecap gespeist werden und solche, die mit dem Icecap keine Verbindung haben, so wie die Gletscher, die in den …

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Aktualisiert am 25. März 2026

Ankommen in Ostgrönland

Drohne, Mavic 2 Pro, Tasiilaq, Arktis, Ostgrönland

Ja, es war alles real, ich war tatsächlich in Ostgrönland. Und nun bin ich schon wieder zuhause in der Gluthitze. Ich kann es kaum glauben, als ich am 6. Juli aus dem Flieger die ersten Gipfel der ostgrönländischen Küste auftauchen sehe. Der Anflug ist ein unglaublich emotionaler Moment, mir kommen …

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Aktualisiert am 6. April 2026

Scottish Reflections

Spiegelung am Loch Eck, Schottland

Am Sonntag Abend nach unserer Traumtour nach Benmore fanden wir, dass der Titel Scottish Reflections gut zu einem Blogtext passen würde, ja sogar für ein ganzes Buch. Lorna brachte ihn zuerst ins Spiel. Aber er passt nicht nur wegen der optischen Spiegelungen, sondern auch wegen dem, was mit mir …

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Aktualisiert am 6. April 2026

Schottland im Winter

Wolkenstimmung über Loch Long, Schottland im Schnee, Winter

Mitte Dezember war ich für ein paar Tage in Schottland. Zu dieser Jahreszeit sind die Tage sehr kurz, die Sonne geht um 8:45 auf und um 15:45 unter. Trotzdem lohnt es sich, denn die schräg stehende Sonne zaubert unglaubliche Wolkenbilder. Ich habe eine Freundin besucht, die in der Nähe von …

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Aktualisiert am 6. April 2026

In der Wüste – In Kangerlussuaq am Icecap

Sandwüste in Grönland, bei Kangerlussuaq

Auch die fröhlichsten und schönsten zwei Wochen gehen einmal zu Ende und von Kangerlussusaq ging es für uns wieder zurück nach Europa. …

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Aktualisiert am 6. April 2026

Ilulissat by night

Morgendämmerung und Erdschatten an den Eisbergen von Ilulissat, Grönland

Zurück nach zwei Tagen Camp Eqi in Ilulissat waren wir am Abend des 4. Sepember, zurück aus der Wildnis in die Stadt. Check In im Hotel Arctic, angeblich dem schönsten Hotel Grönlands. Kann ich auch so unterschreiben, auch wenn ich nicht in einer der Luxus-Domes am Meer gewohnt habe. Es hat …

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Aktualisiert am 6. April 2026

Camp Eqi – Nah am Gletscher

Camp Eqi, Grönland, Gletscher

Der Eqi wandert nicht so schnell, aber es bricht eigentlich dauernd was ab - nur dann nicht, wenn man mit gezückter Kamera darauf wartet - aber das ist eine andere Geschichte. Mit dem Boot fuhren wir bis etwa einen Kilometer vor die drei Kilometer breite und 200 Meter hohe Eiswand. Ein Kilometer, …

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Aktualisiert am 6. April 2026

Den Polarkreis überqueren – Ilulissat in der Disko Bay

Sonnenuntergang in Ilulissat, Grönland, Eisberge

Endlich ging es über den Polarkreis! Waren wir bisher im Süden von Grönland auf der Höhe der Shetland-Inseln gewesen, also in vergleichsweise mildem Klima, wo auch im Winter die Fjorde nicht zufrieren, so flogen wir nun 1000 Kilometer in den Norden nach Ilulissat in der Disko Bay.  …

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Aktualisiert am 6. April 2026

Qaqortoq, die Schöne – Im Südwesten Grönlands III

Sonnenuntergang in Qaqortoq, Grönland

Qaqortoq, die Stadt mit dem unaussprechlichen Namen, war für uns eine Kurzvisite. Aber eine überraschend schöne, denn die Stadt mit ihren bunten Häusern ist charmant und der Abend hatte noch eine Überraschung für uns. …

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Aktualisiert am 6. April 2026

Like Ice in the Sunshine – Im Südwesten von Grönland II

Eisberge in Narsaq, Grönland

"I like Ice in the Sunshine" konnte ich nicht freudig genug summen, als wir am 30. August um sechs Uhr in der Frühe in Narsaq aufbrachen mit unserer Puttut. Die Wolken waren nach dem Regentag am Aufreißen, sie hatten einen violetten Schimmer auf der Unterseite. Was für eine geniale …

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Aktualisiert am 6. April 2026

Der Südwesten von Grönland I: Eisberge im Grau

Eisberge in Narsaq, Grönland

Seit Januar habe ich auf die zwei Wochen Eisberge und Natur in Grönland mit Stefan Forster hingefiebert - und nun sind sie schon wieder um! Dass ich jetzt erst schreibe hängt damit zusammen, das ich erst hier zu Hause die Entwicklung der Bilder machen kann. …

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Aktualisiert am 6. April 2026

Ein Tag in den Alpen – Die Churfirsten

Erste Sonnenstrahlen auf dem Rücken des Chäserrugg, Schweiz, Alpen

Am nördlichen Seeufer des Walensees ragen steil die scharfen Zähne der Churfirsten empor. Immer wenn ich ins Engadin fuhr und den Walensee passierte, nahm ich mir vor, diese tollen Berge zu besuchen, die 1900 Höhenmeter nahezu senkrecht zum See abfallen, der auf 400m liegt. Letztes Wochenende war es …

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Aktualisiert am 6. April 2026

Wasserfälle und Berge – ein Wochenende in Portland

Umbrella Falls, Mt. Hood, Oregon

Portland ist für alle Arten von Naturinteressen ein guter Ausgangspunkt, egal ob Wasserfälle oder Bergwanderungen. Die Columbia Gorge mit ihren hohen Wasserfällen und der fast 3500 Meter hohe Mt. Hood liegen östlich der Stadt. …

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Aktualisiert am 7. April 2026

Fotoprojekt Flüsse für die SV

Vor Sonnenaufgang - der Blick über den Rhein und Rüdesheim

Am 8. Mai hat die SV SparkassenVersicherung ihre Geschäftsberichte veröffentlicht - auch in diesem Jahr habe ich die Fotos für die Titel gemacht. Das war durchaus eine Herausforderung. Das Thema war Flüsse als Lebensadern, die Motive sollten also die Flüsse in oder in der Nähe der sechs …

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Aktualisiert am 7. April 2026

Murals in San Francisco

Clarion Alley Welle Mural San Francisco

Was sind Murals? Die spanische Bezeichnung für eine Wandmalerei. In San Francisco gibt es ganze Straßenzüge voll davon. Man findet sie vor allem im Mission District, einem Stadtteil, in dem sehr viele Menschen lateinamerikanischer Abstammung leben. Sie haben die Tradition der Wandmalerei …

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Aktualisiert am 7. April 2026

Im Wohnmobil unterwegs – Worauf muss ich achten?

Alvord Desert Oregon

Zwei Tage nach meinen Erlebnissen in den Redwoods habe ich mein Wohnmobil in San Francisco zurück gegeben. Dazwischen habe ich in Eureka und im Humboldt Bay State Park südlich Station gemacht. Ich konnte mich einfach nicht lösen. Und es war für mich schon ungewöhnlich, einfach mal Strecke zu machen …

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Aktualisiert am 7. April 2026

In der Welt der Giganten – Redwood National Park

Redwood Nationalpark Sequoia sempervirens Himmel

Nun bin ich schon eine Woche zurück in San Francisco und genieße die Zeit mit meiner Familie. Und so bin ich noch nicht dazu gekommen, über die letzten Tage der Reise zu schreiben. Denn es gab noch einen wirklichen Höhepunkt im Redwood National Park. Drei Tage hatte es viel geregnet. Am Morgen des …

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Aktualisiert am 7. April 2026

Regenwetter – oder: Sternstunde eines Telefons

Sonnenuntergang Oregon Coast

Nach dem Aufbruch im strömenden Regen kurvte ich die engen Straßen vom Cape Arago zur 101 und hoffte, dass ich nicht wegfliege oder mich ein Baum von der Straße fegt. Trotzdem bin ich in Bandon zum Face Rock gefahren und sogar in diesem Sauwetter zum Strand hinunter gestiegen. Nun ja, Scheißwetter …

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Aktualisiert am 7. April 2026

Grauer Himmel am Meer

Cape Arago Felsen Oregon Küste

Schlechtes Wetter kannte ich in den vergangenen Wochen praktisch nicht. Die paar Regenschauer waren überschaubar und es hat immer wieder aufgeklart - oder ich bin einfach weiter gefahren. Das ging nun zum ersten Mal nicht. Der berühmte Regen in Oregon hat mich in seine Fänge bekommen. Nach dem …

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Aktualisiert am 7. April 2026

Wasserspeier und Meerfontänen: Cape Perpetua

Cape Perpetua hat einen eigenen Beitrag verdient, immerhin war ich mehrere Male dort und habe immer eine andere Szenerie erlebt. Die Felsen fallen hier steil ins Meer hinab und die Straße windet sich eng um die Berge. Das Spezielle ist ein vorgelagerter Sockel von härterem Gestein, an dem sich die …

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Aktualisiert am 7. April 2026

Zurück an der Küste

Cape Kiwanda Abenddämmerung Oregon Pazifik

Nach meinem zweiten Besuch in Portland bin ich an die Küste zurück gekehrt. Allerdings ein gutes Stück weiter südlich als Cannon Beach. Wie so oft habe ich meine Pläne umgeworfen, als ich schon auf dem Highway war und habe mich entschieden, über Dundee nach Cape Kiwanda zu fahren. Warum? Weil …

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Aktualisiert am 7. April 2026

Portland, die 2. – Japan in Amerika

Japanischer Garten Oregon Ahorn Regen Portland

Einer der schönsten japanischen Gärten, die ich bisher gesehen habe, liegt in Portland. Natürlich habe ich in Japan selbst nicht so viele der berühmten Gärten gesehen, so dass dies nur eine Momentaufnahme eines absolut beeindruckenden Besuchs ist. Ich war von der Küste zurückgekehrt nach …

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Aktualisiert am 7. April 2026

The many moods of Peter

Peter Iredale Wrack Oregon Küste Sonnenuntergang

Warum dieser Beitrag einen englischen Titel hat? Weil moods das perfekte Wort für das ist, was ich am Schiffswrack der Peter Iredale erlebt habe. Das Wrack liegt am unendlich langen Strand vor Fort Stevens, dahinter die Dünen und der Wald, davor die unendliche Weite des Pazifiks mit all den …

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Aktualisiert am 7. April 2026

Endlich am Meer!

Pelikane Pazifik Oregon

Türe auf, Luft herein - und was für eine: Eine fette Prise Salz, Ozean, Tang gemischt mit dem harzigen Duft des Waldes. Ein wahres Wow-Erlebnis! So erging es mir, als ich im Ecola State Park nach der Fahrt von Portland hierher die Autotüre öffnete. Und ich war unmittelbar hier - am Meer. Nach …

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Aktualisiert am 7. April 2026

Wasser: Süß. Und virtuell wird real.

North Falls Wasserfall Silver Falls State Park Oregon

Am Donnerstag habe ich die Cascades überquert, bin also nun auf der Wetterseite angelangt. Keine Wüste mehr, dafür grüne Wiesen und Felder und Wälder mit viel Moos auf den Zweigen und überall leuchtend bunte Ahornbäume dazwischen. Mehr Wasser überall und sehenswerte Wasserfälle. Die silbernen …

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Aktualisiert am 7. April 2026

Ein Fenster in die Erdgeschichte: John Day Fossil Beds

Painted Hills John Day Fossil Beds Oregon Abendsonne

Die vergangenen Tage habe ich mich mit Geologie und Paläontologie beschäftigt. Seit zwei Tagen bin ich nämlich wieder in Oregon. Erst einmal hatte ich eine eiskalte Nacht am Unity Lake. Ich weiß nicht wieviel Minus, aber immerhin war an meinem Wasseranschluss ein Eisklumpen.  Mein …

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Aktualisiert am 7. April 2026

Tops und Flops: Was ich auf der Reise wirklich brauche

Straße in Montana mit Wolken

Ganz gemütlich sitze ich auf dem Campingplatz Bruneau Dunes mit Ausblick auf die Dünen und die Wüste bei strahlendem Sonnenschein. Es spring ab und zu die Heizung an, es hat (noch) nur 5 Grad draußen, aber das wird noch bis Mittag, angenehme 16 Grad sind angesagt. Es läuft Till Brönner, neben mir …

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Aktualisiert am 7. April 2026

Im Land der Geysire – Yellowstone Nationalpark

Grand Prismatic Spring Yellowstone Nationalpark

Yellowstone zu sehen war ein Traum, den ich schon lange gehegt habe. Und nun war ich dort. Über die etwas speziellen Verhältnisse hatte ich ja bereits im letzten Beitrag geschrieben. Als ich von Grand Teton zurückkehrte, war mir das bereits klar und so habe ich mir einfach meine Wege in dem Getriebe …

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Aktualisiert am 7. April 2026

Die Großen Gipfel – Grand Teton Nationalpark

Grand Teton Nationalpark Herbst

Die vergangenen Tage habe ich so viel erlebt, dass ich gar nicht zum Schreiben gekommen bin. Doch von vorne: Die Nacht in St. Mary im Glacier Nationalpark war toll, direkter Blick auf die Sterne und auf die verschneiten Gipfel vom Schlafsack aus, inklusive Sonnenaufgang. Da ich aber wusste, dass die …

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Aktualisiert am 7. April 2026

Crown of the continent – im Glacier National Park

Many Glacier, Glacier National Park

Irgendwie ist das mit dem Netz schwierig hier, zumindest in der Wildnis, denn die Städte lasse ich ja aus bei meiner Tour. Gerade sitze ich vor dem Visitor Center das Grand Teton Nationalpark, denn hier gibt es ein bisschen Empfang. Aber zu dieser traumhaften Region später. Ich hatte ja noch den …

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LandschaftsfotografieInhaltsverzeichnis
  • Was ist Landschaftsfotografie?
  • Die Suche nach dem Licht
  • Motive entwickeln
  • Kameraeinstellungen
  • Ausrüstung
  • Planung
  • Nachbearbeitung
  • Respektiere die Natur
  • Häufige Fragen

Aktuelle Kurs- und Workshoptermine

1.-2. August 2026 Maximilianpark - Großzügige Strukturen in waldhafter Kulisse Hamm (wieder 1 Platz frei)

19.-20. September 2026 Die Staudengärtnerei von Fine Molz und Till Hofmann Rödelsee (ausgebucht)

10. Oktober 2026 Piet Oudolfs Strukturen - Herbstleuchten  Vitra Campus, Weil am Rhein

Alle Beiträge zur Landschaftsfotografie

Altiplano

Bergfrühling in Graubünden

Patagonien 2023 – Argentinien

Norwegens Norden

Mitten im Atlantik: die Azoren

Vortrag über Island

Island

Die Milchstraße des Universums fotografieren

Winterstimmung

Torres del Paine – das Massiv

Gletscherwelten in blau und türkis

Última Esperanza und die Wasser von Torres del Paine

Mein Traumziel Patagonien – 2020

Goldener Herbst in Thüringen

Traumtage am Alpstein

Sonnenuntergänge in Island

Bei den Riesen im Sermilik Fjord

Rund um Tasiilaq, zweiter Teil

Zum Icecap: Weiße Unendlichkeit

Rund um Tasiilaq

Gletscher und Fjorde

Ankommen in Ostgrönland

Scottish Reflections

Schottland im Winter

In der Wüste – In Kangerlussuaq am Icecap

Ilulissat by night

Camp Eqi – Nah am Gletscher

Den Polarkreis überqueren – Ilulissat in der Disko Bay

Qaqortoq, die Schöne – Im Südwesten Grönlands III

Like Ice in the Sunshine – Im Südwesten von Grönland II

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Was ist Landschaftsfotografie?

Landschaftsfotografie ist die fotografische Auseinandersetzung mit Räumen: mit Bergen, Küsten, Hochebenen, Wäldern, Feldern, Flüssen. Es geht nicht darum, einen Ort zu dokumentieren. Es geht darum, wie sich dieser Ort in einem bestimmten Licht, zu einer bestimmten Stunde, bei einem bestimmten Wetter anfühlt – und wie ich das in ein Bild übersetze.

Der Übergang zur Naturfotografie ist fließend und mir ehrlich gesagt ziemlich egal. Ich fotografiere Eisberge, Bergwiesen, Hochwüsten und Wälder, und ob das jetzt in die eine oder die andere Schublade fällt, who cares?

Grob lassen sich ein paar Spielarten unterscheiden, die ich zum besseren Verständnis einander gegenübergestellt habe. Selbstverständlich sind die Übergänge immer fließend, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Abbildung und Interpretation

Wenn Du abbildest, zeigst Du genau, was ist, wie Du es gesehen hast. Das muss nicht eine simple Dokumentation sein, denn es gibt viele raffinierte Zutaten der Natur, die die Abbildung trotzdem sensationell machen. Die Interpretation ordnet die Bildelemente so an, dass sich eine gewisse abstrakte Qualität ergibt.

Weite und Komprimierung

Deine Bildidee bestimmt die Umsetzung. Du kannst eine Landschaft mit einem Weitwinkelobjektiv als eine riesige Tapete abbilden, in dem sich die Augen der Betrachter hin und her bewegen und entdecken können. Das andere Extrem: Du setzt eine Landschaft durch die Konzentration auf ein bestimmtes Motiv ins Bild, das der Landschaft ihre Charakteristik gibt. Das machst Du oft mit einem Teleobjektiv, in dem Du Ebenen komprimierst.

Himmel und Erde

Im Himmel passieren die vielen Extras zur Landschaft: Das Wetter, das Himmelsleuchten, Sonne, Mond und Sterne. Das Gegenteil: Du sparst den Himmel aus und konzentrierst Dich auf das Detail. Denn die Erde schenkt Dir viele ganz besondere Motive, in denen Du ganze Landschaften im Kleinen entdecken kannst. Diese Fotografie nennt man Intimate Landscape.

Die Suche nach dem Licht

Bei der Landschaftsfotografie zählt vor allem das Licht. Denn es modelliert die Landschaft, gibt ihr Struktur und extra Farbe. Die Abend- und Morgenstunden sind dafür wunderbar.

Fotografieren am Morgen und am Abend

Die goldene Stunde ist die erste und letzte Zeit der Sonne über dem Horizont. Sie steht sehr flach, unter 6 Grad über dem Horizont und über 6 Grad unter dem Horizont. Das Licht wird von Staub- und Wasserteilchen in der Atmosphäre gefiltert in ein warmes, weiches Licht. Die Schatten sind nicht mehr so hart wie tagsüber.

Meiner Meinung nach unterscheidet sich das Licht morgens deutlich von dem am Abend. Es ist leichter, klarer, heller. Das nutze ich auch gerne in der Gartenfotografie und in der Naturfotografie.

Direkt nach dem Sonnenuntergang und direkt vor dem Sonnenaufgang ist das Licht oft etwas undefiniert. Viele packen dann zusammen und gehen. Diese Zeit kannst Du aber gut nutzen, um den Platz zu wechseln für ein neues Motiv. Denn dann kommt die blaue Stunde und manchmal passieren noch wunderbare Dinge am Himmel.

Die blaue Stunde ist die Zeit vor dem Sonnenaufgang und nach dem Sonnenuntergang. Die Sonne steht noch unter dem Horizont, aber es ist nicht dunkel. Das Licht ist ins Blau verschoben und die ganze Landschaft spiegelt dieses blaue Himmelslicht. Ich mag diese kühle und ruhige Stimmung sehr gerne, weil sich dann auch die Farben in der Landschaft ändern und die Fotos mehr aus sich heraus leuchten. Wasser, Schnee und Eis wirken dann besonders geisterhaft.

Auf Höhe des Polarkreises, z.B. in Norwegen oder Grönland gibt es im Winter fast nur blaue Stunde, im Sommer dafür eine ewig lange goldene Stunde. Je schräger die Sonne steht, desto länger hast Du Zeit für schöne Fotos.

Die Himmelsröte. Bis zu einer halben Stunde nach Sonnenuntergang kann der Himmel noch einmal in orange-rot-violetten Farben aufglühen, wenn hohe Wolken von unten angeleuchtet werden. Mit Hilfe der Wetterkarten kannst Du das mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhersagen. Oder Du lässt Dir einfach helfen mit einer App wie dem Viewfindr.

Landschaftsfotografie tagsüber

Das Licht tagsüber ist nicht einfach. Aber tot ist es in keinem Fall! Du musst nur anders rangehen. Klarer blauer Himmel kann auch schön sein, ebenso wie Schäfchenwolken, es kommt auf die Szenerie an. Ein Beispiel: Du möchtest Dich auf die Farben grün und blau im Bild beschränken, weil sie das markanteste in der Landschaft sind. Achte dabei sehr genau auf Schattenwürfe, denn sie sind oft strukturierende Elemente im Bild.

Nebel ist sowieso zu allen Zeiten der Liebling der Fotografien, vor allem, weil er sich oft verändert, fließt, sich auflöst oder an anderen Stellen dichter wird. Bedeckter Himmel oder Regen führen Dich an andere Orte, beispielsweise in den Wald. Hier kommen plötzlich ganz andere Motive ins Spiel, für die Du einen völlig neuen Blick brauchst. Diese Vielfalt macht es immer wieder spannend.

Nebelschwaden nach dem großen Regen im Nationalpark Kellerwald-Edersee
Nebelschwaden nach dem großen Regen im Nationalpark Kellerwald-Edersee

Wetter ist kein Gegner

Landschaftsfotografie gibt es nicht ohne Wetter. Blauer Himmel ist zwar angenehm, aber meist nicht das interessanteste Fotowetter. Spannender ist das Licht im Nebel, bei Regen, Kälte, Wind – also bei allem, dem man als normaler Reisender lieber entgeht. Aber es lohnt sich, und ich habe bisher keine Sekunde bereut, die ich draußen verbracht habe. Jeden Tag und jede Stunde sieht dieselbe Stelle anders aus. Und vielleicht wird sie erst dann zu einem Motiv.

Landschaftsfotografie bedeutet Abenteuer: extrem früh aufstehen für das beste Licht am Morgen. Frieren für knackige Winterbilder mit Eis und Raureif. Schwitzen den Berg hinauf zu den schönsten Plätzen. Immer wieder an einen Ort fahren, bis der Moment kommt, in dem er seine volle Magie entfaltet. Warten, bis das Licht exakt passt. Den Veränderungen folgen und das Motiv erschließen. Und blitzschnell reagieren, wenn das Licht mal für ein paar Sekunden stimmt oder es plötzlich aufreißt.

Die spannendsten Bilder entstehen fast immer beim Übergang: wenn eine Front durchzieht, wenn Nebel steigt oder fällt, wenn es nach tagelangem Regen aufklart. An der Küste Oregons habe ich mich bei strömendem Regen zum Strand hinuntergekämpft und dabei innerlich geflucht – und genau dann riss es auf.

Motive entwickeln in der Landschaftsfotografie

Es ist mir immer wieder passiert, dass ich mir gedacht habe, dieser oder jener Ort wäre ein schönes Motiv. Bis ich dann dort stand und es mich überhaupt nicht inspirierte. Dann heißt es suchen. Was hat mich daran fasziniert? Wie kann ich diesen Zauber wieder erzeugen und auf ein Bild bannen? Was brauche ich dazu? Und manchmal fällt plötzlich alles an seinen Platz.

Winternachmittag auf der Wasserkuppe, Rhön
Winternachmittag auf der Wasserkuppe

Fotografieren im Moment

Die besonderen Momente sind für mich die Wunder der Natur. Da denke ich, ich hätte Zeit, weil das Licht noch nicht schön ist und Sonnenauf- oder -untergang noch weit weg. Und dann passiert etwas – nur genau in diesen paar Sekunden. Wenn ich nicht stetig aufmerksam bin, verpasse ich den Moment und er kommt nie wieder. Ich drehe mich hin und wieder um und schaue in die Gegenrichtung, auch dort gibt es oft überraschend großartige Motive.

Wie oft habe ich schon auf dem Weg irgendwohin in Blitzesschnelle den Rucksack heruntergerissen und die Kamera herausgeholt, weil sich vor meinen Augen gerade ein unerwartetes Spektakel abspielte. Mitten am knallsonnigen Wintermittag trieb der Wind den Schnee über einen Bergrücken zwischen den Bäumen hindurch. Nur diesen Moment. Und dann war es vorbei. Die Komposition war genau aus dieser Perspektive, an der ich mich befand, perfekt.

Vom Wind verwehter Schnee im Oberengadin

Niemals mit dem Bekannten zufriedengeben

Wenn ich an einem Ort bin, probiere ich immer wieder Neues aus. Nicht stehen bleiben, andere Blickwinkel testen – höher, tiefer, weiter, schräger. Oder zu einer anderen Zeit bei anderem Licht wiederkommen. Niemals aufgeben, die Motive in der Landschaft suchen, andere Kompositionen ausprobieren und immer wieder fotografieren. Irgendwas geht immer.

Auch bei Regenwetter gibt es faszinierende Motive. Die Farben sind andere, das Licht ist anders. Blau- und Grüntöne wirken dann ganz besonders.

Morgenstimmung nach dem großen Regen am Lago Pehoe, Chile
Morgenstimmung nach dem großen Regen am Lago Pehoe, Chile

Aus vielem lässt sich ein Motiv machen. Wenn es die Ferne nicht hergibt, schau in der Nähe, versuche eine intimere Komposition. Einen Ausschnitt. Mit etwas Übung manifestieren sich die Motive vor deinen Augen und du erkennst das Potenzial in verschiedenen Situationen. Spiele mit der Blende, der Schärfentiefe, dem Objektiv mit seinen spezifischen Eigenschaften – auch das geht in der Landschaftsfotografie.

Eigentlich ist es einfach: Lerne deine Kamera in- und auswendig zu bedienen, verstehe die wichtigsten Grundlagen wie „expose to the right" und die Schärfentiefenbereiche – und den Rest macht die Erfahrung in Verbindung mit deiner Aufmerksamkeit. Dennoch gibt es ein paar Faustregeln, bei denen es sich lohnt, sie zu kennen. Sie machen einem das Leben leichter.

Was ein Bild trägt

In der Landschaftsfotografie hängt vieles ab davon, wie Du Tiefe ins Bild bekommst und die Fläche strukturierst. Warum ein Bild funktioniert liegt oft an wenigen Faustregeln.

  • Ein Vordergrund, der etwas zu sagen hat. Nicht irgendein Stein, weil man einen Vordergrund braucht, sondern eine Form, die zum Rest gehört.
  • Ebenen. Eine Gliederung in vorne, Mitte, hinten bringt Dreidimensionalität ins Bild. Am schönsten wirkt das, wenn Nebel oder Dunst die Ebenen voneinander trennt. In Patagonien und in Graubünden habe ich das immer wieder erlebt.
  • Führende Linien. Ein Bachlauf, ein Grat, ein Wanderweg führen das Auge durch das Bild. Bitte achte darauf, dass das Auge nicht aus dem Bild herausgeführt wird.
  • Wiederholung und Rhythmus. Bergrücken oder Hügel, Wellen, Baumreihen, eine Reihe von Seen sind Beispiele dafür, wie Du Motivbestandteile als Wiederholung anordnen kannst.
  • Negativer Raum. Ein kleines Motiv in einer ruhigen Fläche kann stärker sein als ein vollgestopftes Bild. Grönland hat mir das beigebracht. Versuche Dich, auf Dein Motiv zu konzentrieren und nicht darauf, so viel wie möglich ins Bild zu bringen.
  • Das richtige Format. Hochformat für mehr Close-up und Dramatik, Panorama für Weite, Quadrat für Ruhe. Dein Motiv bestimmt das letztendliche Format des Bildes.

Kameraeinstellungen in der Landschaftsfotografie

Technik ist nicht das Wichtigste, aber sie darf einem auch nicht im Weg stehen. Wenn das Licht drei Sekunden lang stimmt, kannst Du nicht anfangen, nach den Einstellungen im Menü zu suchen.

Generell: Lege Dir das Histogramm in den Sucher bzw. auf das Display, so hast Du es immer im Blick. Hierüber kontrollierst Du die korrekte Belichtung. Die Details erkläre ich ausführlich weiter unten.

Damit du nicht jedes Mal bei null anfängst, hier meine Ausgangswerte für typische Situationen. Das sind Startpunkte, keine Gesetze – und der Blick aufs Histogramm entscheidet am Ende immer.

Empfohlene Kameraeinstellungen für typische Situationen in der Landschaftsfotografie
SituationBlendeISOZeit / BelichtungWorauf es ankommt
Klassische Landschaft, Stativf/8 – f/11100so lang wie nötigFokus etwa ein Drittel in die Szene, Stabilisator aus
Sonnenaufgang, Gegenlichtf/11 – f/16100Evtl. BelichtungsreiheKleine Blende erzeugt den Sonnenstern, Lichter im Blick behalten
Nebel, diffuses Lichtf/8100 – 16001/60 s – 1 s (dann auf das Stativ)Nach rechts belichten, sonst wird der Nebel schmutziggrau - Auf das Histogramm achten
Schnee und Eis bei Tageslichtf/8 – f/11100 - 400+0,7 bis +2 EVDie Kamera macht Weiß zu Grau, also bewusst heller belichten - Auf das Histogramm schauen
Fließendes Wasser, weich (Stativ)f/11 – f/161000,5 – 2 sND-Filter, wenn es zu hell ist; Zeit nach Fließgeschwindigkeit
Gras und Zweige im Windf/8100 – 8001/4 s für Bewegung, 1/500 s zum EinfrierenBewusst entscheiden, nicht dem Zufall überlassen
Wolken als Streifen (Stativ)f/1110030 s – 4 minND mit 10 Blendenstufen, Sucherokular abdecken
Aus der Hand bei wenig Lichtf/4 – f/5,6800 – 32001/Brennweite, evtl. kürzer (Stabilisator)Rauschen ist immer besser als Verwacklung
Milchstraße (Stativ)f/2,83200 – 640010 – max. 20 sWeitwinkel, manueller Fokus per Lupe auf einen hellen Stern

Es dauert, bis das in Fleisch und Blut übergegangen ist. Ich gehe im Geiste bei ungewohnten Situationen bis heute ganz konsequent die Möglichkeiten der kreativen und technischen Umsetzung meiner Bildidee durch.

Blende

Meine Landschaftsbilder entstehen meist zwischen f/8 und f/11. Dort liefern die meisten Objektive ihre beste Leistung, und die Schärfentiefe reicht bei Weitwinkelobjektiven in der Regel bis zum Horizont, wenn der Fokus stimmt.

Weiter zu schließen, also f/16 oder f/22, ist selten eine gute Idee: Ab einem gewissen Punkt frisst die Beugungsunschärfe mehr Detail auf, als die zusätzliche Schärfentiefe bringt. Wenn ich wirklich von 30 Zentimetern bis zum Hintergrund scharf brauche, ist Fokus-Stacking der bessere Weg.

Offenblende braucht man aber auch, z.B. wenn Du ein Teleobjektiv einsetzt und nur bestimmte Details im Bild freistellen möchtest. Bei Nachtaufnahmen wie der Milchstraße zählt jedes bisschen Licht. Das eingesetzte Objektiv ist meist ein Weitwinkel um 15 mm und das Motiv weit weg, da ist auch bei f/2,8 alles scharf.

ISO und Belichtungszeit

Auf dem Stativ bleibt der ISO-Wert auf dem niedrigsten Wert – bei meinen Kameras also 100. Die Belichtungszeit darf so lang sein, wie es das Bild braucht.

Aus der Hand oder bei Wind ist die Perspektive eine andere. Ich lege zuerst die benötigte Blende und den Bildausschnitt fest. Die Belichtungszeit sollte im Standard 1/Brennweite betragen, bei 50 mm also 1/50 Sek. Die ISO lasse ich die Kamera wählen, kann aber noch etwas nachregulieren mit der Zeit. Denn die heutigen Bildstabilisatoren sind so gut, dass man ruhig etwas längere Belichtungszeiten wählen kann. Eine wichtige Regel ist jedoch: Ein leicht verrauschtes Bild ist besser als ein verwackeltes. Moderne Vollformatsensoren sind bei ISO 1600, 3200 oder gar 6400 völlig brauchbar, und die Entrauschung in der Nachbearbeitung ist inzwischen erstaunlich gut.

Bewegung kann auch ein Gestaltungsmittel sein, das im Bild eingefangen wird: Bewegtes Gras im Wind als Mitzieher mit ⅒ Sekunde, Wolken über 30 Sekunden, fließendes Wasser zwischen einer halben und zwei Sekunden. Probiere alles aus. Was Du letztlich einsetzt, hängt davon ab, was Du mit Deinem Foto willst.

Belichtung messen: dem Histogramm glauben, nicht dem Display

Die Abbildung auf dem Display täuscht Dich. Im Dunkeln wirkt jedes Bild zu hell, in der Mittagssonne jedes Bild zu dunkel. Verlassen kann man sich nur auf das Histogramm, das die tatsächliche Lichtverteilung im Bild anzeigt.

Ich belichte grundsätzlich nach dem Prinzip „expose to the right", also so hell wie möglich, ohne dass die Lichter ausbrennen. In den hellen Tonwerten steckt in der RAW-Datei so viel Information, die bei einer korrekten Belichtung vorhanden bleibt. Was in den Schatten an Details fehlt, lässt sich später sauberer hochziehen. Ein ausgefressener Himmel ist nicht zu retten. Umgekehrt sollte auch kein reines Schwarz im Bild zu finden sein, denn die abgesoffenen Bildpartien haben keine weiteren Informationen mehr.

Oft ist dafür eine Belichtungskorrektur um einige Drittel Blendenstufen nötig. Dabei immer das Histogramm im Blick behalten. Bei Eisbergen und Schnee ist das besonders wichtig: Die Kamera will Weiß immer zu Grau machen, da die Automatik immer mittig belichtet. Da gehe ich fast immer ein bis zwei Blendenstufen in die Überbelichtung.

Motive mit viel Weiß und Schwarz haben oft einen großen Kontrast und zeigen das typische Badewannenhistogramm. Wenn der Kontrast zu groß wird, vor allem bei Gegenlicht, helfen Belichtungsreihen oder ein Grauverlaufsfilter. Belichtungsreihen werden hinterher zu einem HDR zusammengerechnet, entweder in Lightroom (raw) oder in der Kamera (jpg). Hier ist viel Sensibilität bei der Entwicklung gefragt, damit die Fotos nicht künstlich aussehen.

Fokussieren – die Frage, die am häufigsten falsch beantwortet wird

„Einfach auf unendlich stellen" ist der Klassiker unter den schlechten Ratschlägen. Der Anschlag am Objektiv liegt oft jenseits von unendlich, und die Schärfentiefe vor dem Fokuspunkt wird verschenkt. Bei Blende 8-11 und Weitwinkel ist die Schärfentiefe riesig, aber dennoch beschränkt.

Hier ein paar Tipps, wie Du die Schärfentiefe am besten im Bild verteilst:

  • Auf etwa ein Drittel von vorne her gesehen in die Szene fokussieren. Grobe Faustregel, aber in vielen Situationen brauchbar.
  • Doppelter-Abstand-Methode. Fokussiere auf das Doppelte der Entfernung zum nächsten Objekt, das noch scharf sein soll. Wenn der Stein im Vordergrund zwei Meter entfernt ist, fokussiere auf vier Meter, und alles von zwei Metern bis unendlich sitzt. Zumindest bei Blende 11 und Weitwinkel.
  • Manuell mit Lupenfunktion. Das ist bei unbewegten Motiven auf dem Stativ mein Standardvorgehen: Klick auf die Lupe, fünf- oder zehnfache Vergrößerung, an der entscheidenden Struktur scharfstellen. Genauer geht es nicht.
  • Fokus-Stacking ist für mich die letzte Option, wenn der Vordergrund zu nah ist und ich das Bild unbedingt machen will: Mehrere Aufnahmen mit verschobenem Fokuspunkt, später zusammengerechnet in Photoshop. Viele Kameras machen die Reihe automatisch, dann aber nur im jpg-Modus.

Die Ausrüstung in der Landschaftsfotografie

Landschaftsfotografen erkennt man am schweren Rucksack. Manchmal braucht man einfach alles. Wer sehr viele Höhenmeter machen muss, reduziert vielleicht auf das Standardobjektiv - oder trainiert Beine und Rücken.

Kamera und Objektive

Mein Tipp für die Brennweiten: ein Super-Weitwinkel um 15 mm, dazu die Klassiker 24-105 mm und 70-200 mm, 100-500 mm oder ähnliche Teleobjektive. Ich nutze das RF 24-105 mm f/4 als Immerdrauf/Standardobjektiv. Ergänzt wird es perfekt durch das RF 100-500 mm f/4,5-7,1, das vor allem taugt, wenn man Landschafts- und Naturfotografie miteinander verbindet. Das Teleobjektiv ist in der Landschaftsfotografie oft unterschätzt. Es verdichtet die Ebenen, was ganz besondere Bilder ergibt. Das lichtstarke Weitwinkel RF 15-35 mm f/2,8 ist unverzichtbar für die Milchstraße, für eher dunkle Situationen und für wirklich weite Landschaften.

Ich nutze zwei Vollformat-Bodies. Das macht Sinn, wenn man länger unterwegs ist und nicht alles über sehr lange Strecken tragen muss. Vor allem in Grönland, wo ich aufgeschmissen wäre, wenn eine Kamera schlappmacht. Wenn man zwischen Eisbergen treibt, braucht man spontan alle Brennweiten und hat keine Zeit zu wechseln. Außerdem muss man dann nicht ständig das Objektiv wechseln und bekommt weniger Staub auf den Sensor, was besonders wichtig ist, wenn man in wind-, sand- und staubreichen Regionen wie dem Altiplano unterwegs ist.

Das Stativ

Das langweiligste Ausrüstungsteil. Wenn möglich, vermeide ich, es zu nutzen, weil mich das Herumgeschraube an den Füßen für die perfekte Höhe nervt. Aber es geht nicht ohne, vor allem nicht im Dunkeln und in den Randzeiten. Es ist auch komfortabel, wenn man einen ganz genauen Ausschnitt wählt oder lange auf bestimmte Lichtsituationen wartet, z.B. dass der Nebel aufreißt. Es zwingt zudem zur Langsamkeit und Konzentration, und das macht die Bilder besser. Allerdings bist Du bei schnellen Licht- und Wetterwechseln nicht so flexibel. Wichtig ist die Stabilität bei Wind. Eine Mittelsäule ist lästig, wenn Du das Stativ auch für bodennahe Naturfotografie nutzen willst. Also kaufe lieber ohne Mittelsäule.

Es empfiehlt sich, auf dem Stativ mit einer Vorauslösezeit von zwei Sekunden zu arbeiten. Dann hat die Kamera nach dem Auslösen zwei Sekunden Zeit, um sich auszuschwingen. Es gibt auch Touch-Auslöser auf dem Bildschirm, bei denen man die Kamera kaum berührt. Oder Du nutzt einen Fernauslöser mit Kabel oder Bluetooth.

Wenn Du ein Problem hast, weil das Bild im Sucher wobbelt, dann schalte den Bildstabilisator ab. Oft ist das gar nicht nötig, bei Fotos mit Telelinsen kommt das hingegen häufiger vor. Danach wieder einschalten nicht vergessen!

Filter

Zwei Filter benutze ich regelmäßig, und beide lassen sich nicht in der Nachbearbeitung ersetzen:

  • Der Polfilter entfernt Reflexionen von Wasser und Blättern, macht die Farben satter und den Himmel blauer. In Wäldern nach Regen oder bei stark reflektierendem Laub ist er unschlagbar. Vorsicht beim Superweitwinkel: Der Himmel wird dann ungleichmäßig dunkel, da lieber den Polfilter abschrauben oder ihn so leicht einstellen, dass der Himmel nicht fleckig wird.
  • ND-Filter verlängern die Belichtungszeit. Damit wird fließendes Wasser weichgezeichnet. Sechs oder zehn Blendenstufen (0,9 oder 1,8) sind die üblichen Stärken.

Was sonst in den Rucksack gehört

Ersatzakkus sind zentral! Trage sie bei sehr kaltem Wetter am besten am Körper, damit sie die Spannung halten. Genügend Speicherkarten, wenn Du zwei Kartenschächte hast, fülle einen mit einer frischen Ersatzkarte. Ein Mikrofasertuch für Gischt, Regen und Schnee auf der Frontlinse. Eine Stirnlampe. Und Kleidung, die auch dann noch funktioniert, wenn du zwei Stunden bewegungslos an einem Ort stehst.

Planung ist der halbe Weg zum Bild

Die spontanen Bilder sind die schönsten, aber die meisten schönen Bilder sind nur möglich, weil man zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Ein Zufall? Nein, gute Planung.

Alles beginnt bei einem fremden Ort mit der Recherche auf der Karte und mit den Höhenlinien. Wenn ich irgendwo neu bin, gehe ich am liebsten bei Tageslicht vorher hin, ohne Kamera, nur um zu schauen und festzuelegen, wo der beste Platz ist. Wenn dann Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang ist und alles schnell gehen muss, weiß ich, wo ich hinmuss.

Ich schaue mir auch an, wo genau die Sonne auf- und untergeht und in welchem Winkel sie auf mein Motiv trifft. Apps wie PhotoPills oder The Photographer's Ephemeris zeigen das für jedes Datum. Für Nachtaufnahmen brauche ich zusätzlich Mondphase und Mondstand – Neumond für die Milchstraße, Vollmond für beleuchtete Nachtlandschaften.

Dazu kommt die Wettervorhersage, und zwar mehr als nur „sonnig oder nicht": Wolkenhöhe, Bewölkungsgrad in verschiedenen Schichten, Windrichtung, Taupunkt. Nebel entsteht nicht zufällig. Das kann man sich selbst beibringen, man kann aber auch die Viewfindr- App von Bastian Werner nutzen, die einem in Sachen Fotowetter eine prima Unterstützung bietet.

Der beste Plan ist der, den man spontan ändert, wenn die Landschaft etwas anderes anbietet.

Nachbearbeitung

Ich fotografiere ausschließlich in RAW. Das ist keine Frage von Perfektionismus, sondern von Reserven: Was bei der jpeg-Erstellung in der Kamera einmal weggerechnet wurde, ist weg.

Meine Bearbeitung ist zurückhaltend und folgt meist derselben Reihenfolge: wenn nötig Weißabgleich und Belichtung. Dann Weiß- und Schwarzwerte. Wenn nötig Ausgleich mit Lichtern und Tiefen. Bei der Landschaftsfotografie ist es meist nötig, mit Masken Himmel und Erde getrennt zu bearbeiten. Ich mag den aktuellen HDR-Modus in Lightroom überhaupt nicht, er wirkt total künstlich. Daher bearbeite ich lieber mit Masken. Eventuell entrausche ich. Das Schärfen kommt erst ganz am Ende, wenn ich das Foto exportiere, abgestimmt auf die Ausgabegröße.

Was ich nicht mache: Himmel austauschen, Sterne aus einer anderen Nacht einsetzen, die Farben aufdrehen, bis es weh tut. Nicht aus Prinzipienreiterei, sondern weil mich genau das an der Landschaftsfotografie interessiert – dass ich wirklich dort war, als es so aussah.

Und die wichtigste Regel: Respektiere die Natur

Standortmarkierungen und Bücher oder Ebooks, die Fotolocations veröffentlichen, schaffen es, innerhalb kürzester Zeit einen Ort zu zerstören. Denn vielen geht es nur um „das Foto“ und die Natur ist ihnen egal. Ich sehe das ganz anders. Ein Foto entwickelt sich aus dem, was Du vor Ort siehst und wahrnimmst. Kopien sind langweilig und sinnfrei. Orte teilen, das mache ich nur bei Freunden, denen ich vertraue, dass sie vorsichtig und respektvoll mit der Natur umgehen.

Also sei kein Zerstörer: bleibe auf den Wegen, wo es Wege gibt, respektiere Naturschutzgebiete, Brut- und Setzzeiten. Scheuche keine Tiere für ein Bild auf. Nichts umstellen, abbrechen oder „aufräumen", damit die Komposition besser wird. Suche Dir stattdessen eine neue Komposition, Fotografie ist so vielseitig!

Häufige Fragen zur Landschaftsfotografie

Welche Blende ist die beste für Landschaftsfotografie?

In den meisten Fällen f/8 bis f/11. Dort sind die Objektive in ihrer Komfortzone und die Schärfentiefe ist bei Weitwinkelobjektiven riesig. Kleinere Blenden wie f/22 kosten durch Beugungsunschärfe mehr Detail, als sie an Schärfentiefe bringen.

Welches Objektiv brauche ich für die Landschaftsfotografie?

Wer nur ein Objektiv mitnehmen will, ist mit einem 24-105 mm (oder 24–120 mm) am flexibelsten. Ein Weitwinkelobjektiv um 16-35 mm deckt die klassischen weiten Landschaftsmotive ab. Sinnvoll ist ein Telezoom ab 70 mm für verdichtete Ausschnitte und Details.

Wann ist die beste Zeit zum Fotografieren?

Die Stunde um Sonnenauf- und Sonnenuntergang sowie die blaue Stunde davor und danach. Bei Nebel, Regen oder bedecktem Himmel funktioniert allerdings auch der Mittag hervorragend – besonders im Wald.

Wohin fokussiere ich in der Landschaft?

Nicht auf unendlich. Besser: auf das Doppelte der Entfernung zum nächstgelegenen Objekt, das scharf sein soll. Bei sehr nahem Vordergrund hilft Fokus-Stacking.

Brauche ich ein Stativ?

Für ernsthafte Landschaftsfotografie ja, denn Du bist oft in Randzeiten unterwegs und da werden die Belichtungszeiten schnell recht lang.

Welche Kamera ist die richtige?

Fast jede aktuelle Kamera reicht technisch aus. Vollformat bringt Vorteile bei Dynamikumfang, beim Bokeh und man hat einfach mehr Platz zur Verfügung, das Bild zu gestalten. Diese Großzügigkeit gefällt mir, ist aber nicht notwendig für gute Bilder. Wichtiger als das Gehäuse sind gute Objektive, ein stabiles Stativ – und die Bereitschaft, früh aufzustehen und auch mal weitere Strecken zu gehen. Nur wer fleißig ist, bringt gute Fotos nach Hause - was für jede Art der Fotografie gilt!

Wie lerne ich Landschaftsfotografie am schnellsten?

Indem du oft an denselben Ort zurückkehrst und beobachtest, wie sich das Licht über die Tages- und Jahreszeiten und in den verschiedenen Wettersituationen verändet. Ein Motiv bei zwanzig verschiedenen Lichtsituationen zu sehen bringt mehr als zwanzig verschiedene Orte einmal zu besuchen.

Nebelstimmung am Albtrauf auf der Schwäbischen Alb

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