Japan
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Japan kulturell

Karaoke in Omiya, Tokyo, Japan

Heute war unser Kultur-Tag: Ein Lehrgang in japanischer Alltagskultur… Wer mit wollte, konnte vormittags in Akihabara shoppen: Alles, was bunt ist oder einen Stecker hat. Ich war nicht dabei, weil ich endlich in Ruhe mal einen Garten anschauen wollte. Wir hatten uns vor zwei Tagen in Akiba schon umgesehen, was mir persönlich ausreichte. Die Spiele-Freaks aber kommen voll auf ihre Kosten, auch Second Hand lassen sich gute Schnäppchen machen. Außerdem gibt es schräge Läden, in denen es das gesamte Zubehör gibt, um sich in eine Manga- oder Anime-Figur zu verwandeln.

Aber heute nachmittag und abends war ich dann wieder dabei: Mit dem rosa Bus zur Shopping Mall. Wir waren außerhalb von Tokyo in Toro, also dort, wo es garantiert keine Touristen gibt außer uns und wo die Preise noch normal sind. Das Programm: 100 Yen-Shop – soooo was von genial, was es da für Schnick-Schnäckchen gibt, die einem so in die Tüte springen. Und in den Book off, eine Second Hand-Kette, die es hier an jede Ecke gibt. Das Angebot ist grenzenlos, vom Surfboard bis zum Skistiefel. Ich hab sogar eine hübsche Ikebana-Keramikschale gefunden für konkurrenzlose 800 Yen, also etwa 6,50 Euro. Wer sagt’s denn – Kultur pur! Danach Sushi – auch each for 100 Yen. Bestellt wird per Bildschirm und die Maki, Nigiri oder was auch immer werden dann per Mini-Shinkansen geliefert. Was für ein Paradies für Spielkinder!

Und zum Abschluss das japanischste aller Vergnügungen: Karaoke. Das heißt, in einem kleinen, fensterlosen und stickigen Raum zu sitzen, eimerweise Bier zu trinken und den ganzen Abend mit ohrenbetäubender Lautstärke zu singen. Macht einen Heidenspaß! Falsch und schräg? Egal, in Omiya am Rand von Tokyo kennt uns eh keiner. Außerdem waren die neben uns noch viel falscher und lauter drauf. Und die Videos dazu sind meistens megaschräg. Es dürften die meisten von euch erkannt haben, was wir auf dem Foto im  Titelbild gerade singen…

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