Garten und Natur
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Frühlingspracht im Hermannshof

Wisteria (Glyzinie) im Aufblühen im Hermannshof Weinheim.

Am Wochenende war endlich mal wieder Hermannshof angesagt. Zu allen Jahreszeiten ist der Schaugarten in Weinheim großartig. Die Tulpenblüte ist aber sicherlich die spektakulärste Zeit, die die meisten Gäste in den Garten lockt. Die Farben sind halt ein echter Kracher, sehr bunt und knallig.

Bunte Vielfalt von Tulpen im Hermannshof

Bunte Vielfalt von Tulpen im Hermannshof

Aber direkt daneben ist ebenfalls viel geboten: Entlang der Mauer überspannen Wisteria floribunda „Macrobotrys Longissima“ einen Laubengang. Am Fuß des Laubengangs ergießt sich farbkorrespondierend eine Flut von blauen Hasenglöckchen (Hyacinthoides hispanica). Als ich da war, waren die Wisterien erst am Aufgehen – aber trotzdem zauberhaft. Das Titelbild ist mit meinem geliebten Helios 44 direkt ins Licht gemacht.

Cornus und Camassia

Der Bereich der Hochgrasprärie mit dem dahinter liegenden Wald ist zur Zeit der späten Tulpenblüte ebenfalls sehr attraktiv. Camassia leichtlinii schaffen ein blaues Meer, die Kulisse dahinter übernehmen die Cornus, die in diesem Jahr besonders reich blühen. Es gibt im Hermannshof einige verschiedene Sorten Cornus, nuttallii „North Star“ blüht cremefarben, Ascona reinweiß, florida rubra dunkelrosa.

Camassia leichtlinii, ein Zwiebelblüher der Feuchtwiesen aus Amerika, vor den überreich blühenden Cornus "Ascona" im Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof.

Camassia leichtlinii, ein Zwiebelblüher der Feuchtwiesen aus Amerika, vor den überreich blühenden Cornus „Ascona“ im Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof.

Nur ein paar Meter weiter blüht eine gelbe Azalee vor dem hellgrünen Austrieb eines Baumes, hier auch mit dem Helios-typischen Bokeh.

Eine gelbe Azalee vor dem Austrieb einer Eiche im Hermannshof Weinheim Ende April.

Eine gelbe Azalee vor dem Austrieb einer Eiche.

Trockenhügel mit Charme

Kurz bevor die Sonne hinter den Bäumen verschwand, leuchtete sie noch die kleinen Tülpchen auf dem Trockenhügel aus. Tulpia clusiana „Peppermintstick“ und Tulipa „Honky Tonk“ geben sich ein lässiges Stelldichein.

Tulipa clusiana "Peppermintstick" und Tulipa "Honky Tonk" bilden ein spannungsreiches Duo auf dem Trockenhügel.

Tulipa clusiana „Peppermintstick“ und Tulipa „Honky Tonk“ bilden ein spannungsreiches Duo auf dem Trockenhügel.

Der Schattenbereich blüht in weiß und blau mit jeder Menge Mysotis dazwischen rollen sich die mächtigen Farne auf – außer den spektakulären Tulpenflächen gibt es im Hermannshof jede Menge zu sehen.

Dieses Mal habe ich es genossen, mit dem großen Teleobjektiv 70-200mm zu fotografieren, der Garten ist einfach so groß, dass das funktioniert. Es ergeben sich wundervolle Tiefen und feine Vorder- und Hintergründe, die sich zu erstaunlichen Farbkombinationen mausern. Bei mir zu Hause würde ich dann die Äste in der Hecke detailliert ablichten können 😉

 

Am Abend war ich im Rahmen der Weinheimer Gartengespräche auf einem Vortrag von Prof. Cassian Schmidt, dem Leiter des Gartens und einem der profiliertesten Gartenexperten in Deutschland. Praktischerweise zum Thema Geophyten (also Zwiebeln/Knollen/Rhizom-Pflanzen) im Frühlingsgarten. Immer wieder interessant zu sehen, wie ein solcher Experte die Pflanzen flächendeckend plant und einsetzt.

Wer noch nicht genug hat (kann man das davon jemals haben…?), sollte sich den Blog meiner Gartenfreundin Renate ansehen: http://wurzerlsgarten.blogspot.de/ Sie hat noch einmal andere Perspektiven eingefangen.

Öffnungszeiten und weitere Infos gibt es hier auf der Seite des Hermannshofes. Auf Facebook ist der Schau- und Sichtungsgarten auch präsent.

3 Kommentare

    • Das ist der so genannte Hermannshof-Reflex, sobald man diesen Garten betritt, erst einmal den Mund vor Staunen aufzureißen 😉 Schön, wenn sich das in den Fotos widerspiegelt, danke!

  1. Pingback: Der Hermannshof im April: Gehölze - Schärfentiefe

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