Garten und Natur
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Glockengeläut in weiß

Galanthus gracilis "Highdown"

Letztes Wochenende waren in Mannheim zum ersten Mal die Internationalen Schneeglöckchentage – ein Treffpunkt für alle Galanthophilen im süddeutschen Raum. Und ein willkommener Anlass, die Gartenfreunde und -freundinnen in natura zu treffen, mit denen ich mich sonst intensiv in verschiedensten Pflanzen- und Gartenspezialisten-Gruppen auf Facebook austausche. Das war ein freudiges Zusammentreffen und ein großes Hallo!

Galanthus "Primrose Warburg"

Galanthus „Primrose Warburg“ im Gegenlicht heute im Garten

Organisiert wurde die Veranstaltung von Anne Repnow, die ich ebenfalls über die Gartengruppen kenne. Sie ist Biologin und Gartengestalterin, also ausgewiesene Fachfrau und konnte für die Veranstaltung interessante Redner und tolle Züchter gewinnen.

Denn natürlich gab es auch Schneeglöckchen zu kaufen. Nein, es musste ja nicht das teuerste für 500 Euro sein, das Angebot war groß genug auch im etwas preisgünstigeren Segment. Für mich ist das eh nichts mit den Preziosen, das passt nicht in meinen Garten – was ein Glück! Aber bei um die 1000 Sorten ist ja auch was für jeden Geschmack und Geldbeutel dabei.

Galanthus nivalis "Hocus Pocus"

Galanthus nivalis „Hocus Pocus“

Insgesamt sind acht verschiedene Schneeglöckchen bei mir eingezogen. Im Titelbild einer meiner Lieblinge: Galanthus gracilis Highdown. Zierlich, zarte gedrehte Blätter und eine schöne hellgrüne Zeichnung am etwas gerüschten Röckchen. Dann Primrose Warburg – eine ältere Sorte der begehrten gelben Galanthus. Es ist benannt nach dem Garten in Oxford, in dem es gefunden wurde. Und unten Hocus Pocus, auch ein Winzling, mit nur zwei kleinen Pünktchen an den inneren Blütenblättern. Die kleinen mag ich sowieso am liebsten. Es gibt auch riesige Glocken mit Laub wie Allium, da staune ich immer wieder. Die sind mir aber zu massig.

Und jetzt hoffe ich, dass sich die kleinen Winterhelden bei mir wohl fühlen und sich schwunghaft vermehren. Die Ameisen lieben übrigens die Samen wegen des nährstoffhaltigen Elaiosom. Sie schleppen sie mit sich, fressen den Nährkörper auf und lassen den Samen liegen. So entsteht an den überraschendsten Stellen dann ein neuer Glöckchen-Tuff, vielleicht auch mit interessanten Kreuzungen.

 

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