Garten und Natur
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Gartenfreunde in Freiburg

Bergle-Garten, Karina Waltzer, Freiburg

Zwischen den Grönland-Beiträgen gibt es auch etwas Garten, diesmal aus Freiburg, wo wir uns Ende September mit einer Gruppe von Facebook-FreundInnen getroffen haben. Denn das Leben hier geht weiter, auch wenn ich im Geiste immer noch halb in Grönland bin.

Da Ewald Hügin mit seiner Gärtnerei 30-jähriges Jubiläum hatte, war dies ein willkommener Anlass, sich in Freiburg zu treffen. Renate Zickenheimer hatte ein tolles Programm organisiert, an dem ich aus Zeitgründen neu einen Tag teilnehmen konnte. Aber immerhin war ich dabei. Die Fotos in diesem Beitrag sind aus den zwei Gärten, die wir besucht haben: den von Frank Fischer und den Bergle-Garten.

Bergle-Garten, Karina Waltzer, Freiburg Zauberhafter Malus in Karinas Garten[/caption]

Bei Hügin in der Staudengärtnerei

Hügin ist eine erstklassige Staudengärtnerei, die viele besondere Stauden im Angebot hat. Ein Besuch lohnt sich immer! Bei ihm habe ich vor Jahren auch besondere Einjährige erstanden, die durch den Garten mäandern und mich jedes Jahr auf’s Neue erfreuen. Natürlich sind die auch in den neuen Garten mitgewandert. Ihm verdanke ich auch die Liebe zu den Kniphofien.

Diesmal waren zur Jubiläumsfeier auch noch andere bekannte Staudengärtner dabei: De Hessehof und Sarastro. Ich habe mich sehr gefreut, Christian Kress endlich mal persönlich kennen zu lernen. Seine Staudengärtnerei Sarastro Stauden liegt in Oberösterreich. Auch er hat ein fantastisches Sortiment. Eine ganz besondere Auswahl hat er an Phloxen! Leider nichts für mich, ich mag den Geruch nicht und ich habe im neuen Garten keinen Platz, der ausreichend feucht dafür wäre. Aber für eine Freundin habe ich gleich ein paar russische Raritäten erstanden. 

Bergle-Garten, Karina Waltzer, Freiburg

Herbstfarben: Astern-Hagebutten-Kombination um Bergle-Garten

Und so bin ich mit vielen Töpfen zu meinem Auto zurück gelaufen – es ist schon erstaunlich, was in so einen Smart hineingeht! Bei den Holländern hätte ich so gerne eines der schönen Thalictum gekauft. Aber in dem heißen Sommer haben meine in dem neuen Garten so gelitten, ich muss erst einmal schauen, welche Thalictrum in diesem Garten überhaupt gehen.

Es gab ja nicht nur Shopping, sondern jede Menge Umarmungen. Es war so schön, die Mädels wieder zu treffen!  Einige habe ich endlich persönlich kennen gelernt, nachdem wir bisher nur Kontakte über Facebook hatten. Gemeinsam macht es einfach viel mehr Spaß. Nachdem wir Hügin, Kress und Hessehof geplündert hatten, zog ein Teil der Horde weiter zur Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin. Die Gärtnerei ist berühmt für ihre Iris-Zucht, hat aber sonst auch ein sehr großes Programm. Was mir noch fehlte, habe ich dort bekommen. Und einen leckeren Kuchen gab es auch noch.

Salvia satt

Nächster Programmpunkt war der Garten von Frank Fischer. Er züchtet und verkauft Salvias. Sein Programm ist unglaublich groß und verzeichnet tolle Raritäten. Wir hatten das Glück und bekamen von ihm persönlich eine Einführung in seinen Garten. Salbei gibt es in unglaublichen Sorten und Formen und in tollen Farben. Viele davon sind nicht winterhart, wie z.B. der beliebte „Amistad“. Aber viele sind es. Und so wanderten noch zwei Salvias (darunter ein sclarea) und ein wunderbar violett blühendes Satureja (Bohnenkraut) in meine Sammlung. 

 

Der Bergle-Garten

Dann ging es zu Karina Waltzer in den Bergle-Garten, der schönste Garten in Freiburg. Ich war vor ein paar Jahren mal im Frühjahr bei Karina, dazwischen war eine lange Pause. Wir waren dazwischen im Kontakt und haben uns immer mal wieder getroffen, aber im Bergle-Garten war ich nicht mehr. Deshalb habe ich mich besonders darüber gefreut. Der Garten ist wunderbar eingewachsen. In den vergangenen sehr trockenen Jahren musste sie etwas Lehrgeld bezahlen, denn sie hat zwar eine Zisterne, aber den ganzen Garten zu wässern ist schlichtweg ein Ding der Unmöglichkeit. Und so bleibt, was das Klima dort gut findet, andere Pflanzen verschwinden.

 

Karina hat ein fantastisches Gespür für Pflanzenkombinationen, alles wirkt wie mit leichter Hand dahingeworfen und ist doch Ergebnis von Wissen und Planung. Wir genossen Kaffee und Kuchen und diesen wunderbaren Garten mit unserer wunderbaren Gastgeberin.

Bergle-Garten, Karina Waltzer, Freiburg

Letzter Programmpunkt war der gemeinsame Abend beim Italiener in Freiburg. Was für eine Freude, zusammen zu sitzen und zu schnattern, zu lachen und einfach die gemeinsame Zeit zu genießen. Ich weiß, das wird jetzt einigen nicht schmecken, aber ohne Facebook wäre das nie zustande gekommen – und mir würde es fehlen, wenn es diese fröhlichen Gärtner und Gärtnerinnen nicht gäbe. Im übrigen: Von alleine kommt auch bei Facebook nichts. Die GruppenadministratorInnen haben jede Menge zu tun, eine Gruppe am Laufen zu halten, das braucht Zeit, Engagement und Know-How. Und es muss Gruppenmitglieder geben, die ihre Zeit hineinstecken, um auf diese Weise in Kontakt mit anderen GärtnerInnen zu kommen.

7 Kommentare

  1. Martina Henne sagt

    Danke, liebe Silvia für die tollen Fotos und den Bericht… Es kamen liebe Erinnerungen wieder hoch

  2. Sabine Pecoraro-Schneider sagt

    Schön, dass Du teilnehmen konntest, liebe Sylvia- Wir waren im letzten Jahr im September dort und ich zehre heute noch davon! Man nimmt soviel mit…
    Wir selbst hatten auch einen Offenen Garten und ein paar Tage später Offenes Atelier – ja, die Facebookfreunde sind schon ein wichtiges Element in unserer Gartenfreude!

  3. Renate Zickenheimer sagt

    Liebe Sylvia, vielen Dank für diese schöne Wiedergabe des Haupttages unseres „Traumgarten erleben“-FB-Treffens. Wenn ich in Deine Bilder eintauche ist mir, als wäre dieser Samstag eben erst gewesen und Dein launiger Text bringt die Freude und Fröhlichkeit dieses Tages unseren FB-Freunden zurück. Schade, dass Du Dich nur zu einem Drittel einklinken konntest, aber immer besser als gar nichts.

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