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Nicht selbsterklärend – Photoshop ist wie Excel für Designer

Hamburg, Brücke, Hafen

Photoshop kann alles, nur zu wissen, wie es geht, ist wenig selbsterklärend. Also so eine Art Excel für Designer und Fotografen. Aus Büchern zu lernen, ist mir bei Photoshop nicht so gut gelungen, wie bei Lightroom. Die Vielzahl der Funktionen ist einfach zu unübersichtlich. Immer wenn ich mir eine Funktion beigebracht hatte, kamen etwa 20 neue Fragen. Ein Fass ohne Boden und Gesuche ohne Ende nach der Lösung. Ein sehr unökonomischer Workflow, der dringend verbessert gehörte. Daher habe ich mich endlich aufgerafft, einen Photoshop-Workshop zu besuchen.

Wichtig war mir auch, wie Lightroom und Photoshop  zusammenspielen, da mir das nicht immer einleuchtend war. Im gesamten Workflow kommt es darauf an, die Arbeitsschritte in der richtigen Reihenfolge zu machen, denn manche Schritte sind bei Photoshop nicht mehr rückgängig zu machen. Oder bei darüberliegenden Ebenen dann nicht mehr sichtbar.

Der richtige Shortcut

Aber wer kann das richtig erklären? Bei Andreas Martin habe ich schon Kurse besucht und immer viel gelernt. Andreas ist Fotograf, spezialisiert auf Hochzeiten und Architektur. Da er sein Wissen gerne weitergibt, hat er Fotoworkshop Stuttgart gegründet. Der Workshop „Photoshop von 0 auf 100“ war meine Wahl, da ich das Programm von den Grundprinzipien auf lernen wollte. Die richtige Wahl – ich war zwar platt, als ich zu Hause war, aber um viele Tipps und praktische Shortcuts reicher.

Kelpies Schottland Japan Sonnenuntergang

Bildmontage zwischen Schottland und Japan

Das hier ist mein Ergebnis, eine Montage aus einer Langzeitbelichtung eines Kelpies in Falkirk, Schottland und einer Sonnenuntergangsaufnahme von Hokkaido, die ich hier schon mal gezeigt habe. Die Originale stehen weiter unten. Ein weiteres Bild ist das Titelmotiv, das ich mit einem Tilt-Shift-Filter bearbeitet habe. Retuschen lassen sich sehr viel besser mit Photoshop als mit Lightroom machen, die Bearbeitung ist viel präziser. Ich möchte zwar so wenig wie möglich machen, aber einigen Bildern tut es gut, wenn sie etwas beruhigt werden. Um manche Dinge kann man halt schlecht herumfotografieren.

Ich empfehle für alle, die sich mit dem Programm beschäftigen, sich die wichtigsten Shortcuts einzuprägen, denn diese ersparen einem viel Gefummel mit der Maus. Viele Funktionen sind versteckt in irgendwelchen Menüs oder Leisten, auf die man nie kommen würde. Mit den Shortcuts sind sie immer parat. Denn im Grunde braucht man immer dieselben Funktionen.

muster

Photoshop ersetzt nicht den Fotografen

Grundsätzlich ist Photoshop toll, man kann im Grunde alles damit machen und praktisch jeden Pixel austauschen. Für mich ist und bleibt es das Programm, das den Rest der Dinge tut, die ich nicht bei der klassischen Entwicklung in Lightroom tun kann. Und das kommt nur bei wenigen Bildern oder in wenigen Situationen vor.

Aber so wie im Beispiel Bilder komplett neu zusammen setzen und völlig verändern, das halte ich für eine Spielerei – oder allenfalls für die letzte Rettung eines Bildes, das man unbedingt braucht. Ich fotografiere lieber richtig und verbringe mehr Zeit hinter der Kamera als mit der Bearbeitung der Bilder.

3 Kommentare

  1. Andreas sagt

    Ich finde es beeindruckend, wie du gleich im Workshop die Themen in deine Bildmontage umgesetzt hast. Die ist kn meinen Augen richtig gut gelungen! Ich wünsche dir viel Spaß nun mit dem mächtigen Werkzeug Photoshop. Für alle Mitleser habe ich hier zwei Tipps: meine 25 besten Tastaturbefehle in Photoshop: https://www.fotoworkshop-stuttgart.de/25-geniale-tastaturkuerzel-shortcuts-fuer-photoshop/
    Und zweiten gebt mal auf meiner Seite oben photoshop als Suchbegriff ein. Ich hab über 100 Artikel geschrieben mit noch mehr Tricks 🙂 Andreas

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