Alle Artikel in: Naturfotografie

Naturfotografie

Naturfotografie ist vielseitig, seien es Pflanzen oder Tiere. In Wiesen oder im Wald herumzukriechen und Pflänzchen oder Insekten zu entdecken ist nicht weniger spannend, als die großen vor die Linse zu bekommen, wie altehrwürdige Bäume oder Bisons. Das Wetter verwandelt die Natur, Raureif und Tau werten jedes Foto auf.

In vielerlei Hinsicht ist die Art und Weise, wie sich die Natur gestaltet für mich auch Vorbild für meine Gartenfotografie. Ich fotografiere daher gerne Gärten, die sehr natürlich sind, gern auch mit wilden und exotische Pflanzen angelegt. Ein- und Durchblicke und mit leichter Hand kombinierte Pflanzenbilder begeistern mich, denn die Natur kann dies auch. 

Dabei lerne ich gerne dazu. Schon sehr lange interessiere ich mich für alle Pflanzen. Fleißig lerne ich alle botanischen Namen, denn nur so lässt sich eine Pflanze definitiv bestimmen. Pflanzenbestimmung gehört auch auf meinen Reisen zum Alltag.

Baum im Schnee bei Sonnenaufgang, Alb

Winter in voller Pracht – Genieße den Tag

Den Winter liebe ich. Na ja, eigentlich liebe ich alle Jahreszeiten, weil jede für sich besonders ist. Im Winter aber gibt es Schnee – und ich kann skifahren gehen. Das begeistert mich jedes Jahr aufs Neue. Und der Schnee gibt der dunklen Jahreszeit ein unglaubliches Licht. Es ist strahlend hell, licht, und erzeugt eine schwebende Landschaft. Oft steht ein Hauch über der Landschaft, nicht so undurchsichtig wie Nebel, sondern eher ein zarter Schleier, er schafft eine räumliche Tiefe.

Pilz Makro Moos im Wald

Kleine Wunder: Die Welt auf Makro

Mit dem Makro unterwegs zu sein, ist ein seltsames Gefühl. Der Blick ist ein anderer, plötzlich sieht man Sachen, die vorher schlichtweg nicht existent waren. Selbst ein schon oft begangener Weg  wird plötzlich zum Trip in andere Welten. Überall Aliens und fremdartige Lebensformen. Gerade im Herbst, wenn der Boden mit verschiedensten Pilzen bedeckt ist und der Nebel sich im Wald fängt.

Eine Frühe Adonislibelle nach dem Schlupf. Sie hat schon ausgehärtete und aufgepumpte Flügel und startet gleich zum Jungfernflug.

Schlupf der Libellen

Bei dem warmen Wetter ist es Zeit für die frühe Adonis-Libellen oder Adonisjungfern, sich auf die Flügel zu machen. Die Larven haben in unserem Filterteich unter Wasser überwintert und kriechen nun aus dem Wasser auf die Wasserpflanzen. Die Imago befreit sich dann aus der Larvenhülle – und zwar an dem Knackpunkt der Flügelansätze. Dieser ist bei den älteren Larven deutlich sichtbar. Hier bricht die Hülle auf. Die Libelle ist zunächst recht kurz und blass, die Flügel haben eine milchige Farbe. Sie werden aufgepumpt und Körper wie Flügel strecken sich auf die richtige Länge und härten dann aus. Erst zum Schluss bildet sich die typische leuchttendrote Körperfärbung aus und dann kann zum Jungfernflug gestartet werden. Egal, wann die Eier gelegt wurden, es scheint so, als würden alle Libellen gleichzeitig schlüpfen. Jeder Halm ist voll belegt mit Larven und dann den leeren Larvenhüllen, in der Luft flattern die Jung-Imagos noch etwas unbeholfen. Aber wer will es ihnen verdenken? Geboren im Wasser und dort über ein halbes Jahr gelebt, dann raus und gleich in die Lüfte. Wenn das mal kein …

Kirschblüten im morgendlichen Gegenlicht.

Streuobstwiesen mit Schleier

Die Obstblüte ist eine besonders schöne Zeit in den Streuobstwiesen in der Region hier – in diesem Jahr mit etwas Verspätung wegen des kalten Frühjahrs. Aber ein paar warme Tage, und alles geht auf. Am Sonntag früh habe ich den Streuobstwiesen bei Schönaich einen kleinen Besuch abgestattet. Die Kirschen und Birnen sind voll erblüht. Die Apfelblüten hingegen stehen mit nur wenigen Blüten und dicken Knospen kurz vor dem Aufbrechen. Jetzt, da die Kälte wiedergekehrt ist, wird sich die Blüte noch eine Weile halten. Wenn ein solches Polartief wie aktuell sich über das Land schiebt, so sind die Farben oft besonders leuchtend und klar, der Himmel ist sehr blau. Aber der Blick sollte nicht nur nach oben gehen, sondern auch nach unten – in den Streuobstwiesen wächst so manches. Die frühen Margeriten haben in den letzten warmen Tagen schon Blütenknöpfe ausgebildet und die Schlüsselblumen blühen noch. Dabei ist mir dieses hübsche orangefarbene Exemplar Primula veris vor die Linse gesprungen: Streuobstwiesen als Kulturgut Streuobstwiesen gehören im Süden zum Alltagsbild in der Region – für einen schwäbischen Most-Trinker sind …

Narzissen mit dem hellen Austrieb der Hemerocallis im Karl-Foerster-Garten in Potdsam

Es wird durchgeblüht

„Es wird durchgeblüht“ ist der Titel des letzten Buches von Karl Foerster und mittlerweile ein Motto für viele Gartenliebhaber. Auch ich habe meinen Garten so angelegt, dass es eigentlich immer etwas zu sehen gibt. Karl Foerster war einer der Gartenkoryphäen Deutschlands. Er starb 1970 und wohnte bis zuletzt in seinem Haus in Potsdam Bornim. Der von ihm angelegte Garten wird nach wie vor gepflegt und ist öffentlich zu besichtigen. Jedes Frühjahr treffen sich hier ein paar Facebook-Freundinnen aus unserem Gartengruppen-Netzwerk, um gemeinsam eine Gartenaktion zu machen. Alte Beete werden aufgenommen und von Unkraut befreit. In diesem Jahr war ich zum ersten Mal dabei in der fröhlichen Runde. Es war auch mein erster Besuch in diesem beeindruckenden Garten mit seiner ganz besonderen Atmosphäre. Aber sicherlich nicht der letzte! Die Adresse: Am Raubfang 6, 14469 Potsdam Bornim. Direkt nebenan liegt die Foerster Staudengärtnerei. Ergänzung vom 20.4.: Sabine hat dieses Treffen vor drei Jahren angeregt und zusammen mit Tina, der Gärtnerin des Karl-Foerster-Gartens eine schöne Tradition gegründet. Nachzulesen ist dies in Sabines schönem Blog über ihren Garten und ihre …

Krokus Zavelstein Schwarzwald

Lila Woge

Zavelstein gehört zu Bad Teinach und liegt im Nordschwarzwald. Steil geht es aus dem Nagoldtal in die Höhe bis der kleine beschauliche Ort erreicht ist. Im März bei schönem Wetter ist es hier allerdings alles andere als ruhig, denn dann blüht hier der Crocus napolitanus in Massen und zieht viele Besucher an. Ich habe heute das gute Wetter und meinen freien Tag ausgenutzt, um mir das Spektakel endlich einmal anzusehen. Auch wenn erfahrene Krokusbeobachter sagen, dass nicht mehr so viele Krokusse da sind wie früher – es ist immer noch eine hinreißende lila Flut. Die Krokusse sind sehr unterschiedlich in der Zeichnung; mit Streifen, Flecken und auch variablen Farbschattierungen. Hier ist die Infoseite von Bad Teinach. Es gibt dort auch eine Art Ticker, in dem man erfahren kann, wie der Stand der Blüte ist.