Garten
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Vom Winter in den Sommer

Tulipa fosteriana "Flaming Purissima" Tulpe

Es ist nun schon über einen Monat her seit meinem letzten Beitrag. In der Zwischenzeit ist so viel passiert, aber ich habe eine eher überschaubare Menge an Fotos gemacht. Lediglich das über den Winter gehende Fotoprojekt für meinen Arbeitgeber, die SV SparkassenVersicherung, hat meine Speicherkarten ausgereizt und meine fotografischen Fähigkeiten gefordert. Über die Titelbilder für die Geschäftsberichte werde ich nächste Woche noch einmal gesondert berichten, denn es war mal wieder ein interessantes Abenteuer.

Ich bin vorletztes Wochenende umgezogen, zurück nach Stuttgart. Hier habe ich wieder einen Garten, der allerdings noch viel Arbeit braucht, bis er so ist, wie ich mir das vorstelle. Vor lauter Kartons und ein-, um- und auspacken habe ich noch gar keinen richtigen Gedanken fassen können, geschweige denn einen Plan aufgestellt. Es wird hier Stück für Stück vorangehen. Zumal einige Pflanzen aus dem alten in den neuen Garten umziehen werden im Verlauf der Zeit.

Grasfrosch im Teich

Grasfrosch im Teich

Wetter im Turbogang

Die Kälte der letzten frostigen Tage im März wurde buchstäblich vom Sommer vertrieben. Die heißen Tage und der starke Sonnenschein sorgten dafür, dass die Zwiebelblüher den Turbogang einlegten. So schnell wie alles aus dem Boden schoss, so schnell verblühten Tulpen und Konsorten wieder bei den hohen Temperaturen. Die Fotos hier und auch das Titelbild stammen aus meinem alten Garten, den ich in den letzten Wochen bis zu meinem Umzug noch begleitet habe – allerdings mangels Zeit nicht besonders intensiv.

Tulipa fosteriana "Flaming Purissima", Tulpe

Tulipa fosteriana „Flaming Purissima“verblüht auch schön

Dazwischen war ich bei 25 Grad im Tal auf dem Gletscher in Sölden zum Skifahren – ein traumhaftes Wochenende mit wider Erwarten traumhaftem Schnee, und ich war bei dem Weinheimer Gartengesprächen und bei der Helferaktion im Landgarten Frank. Auch hier mitten im April bei T-Shirt-Wetter und sommerlichen Temperaturen, die einen netten Plausch zum abendlichen Ausklang in einer der Kneipen auf dem Weinheimer Marktplatz erlaubten.

Weinheimer Gartengespräch

Der Landgarten Frank ist ein Gartenprojekt der Gesellschaft der Staudenfreunde (GdS). Der Garten mit der Päoniensammlung von  Reinhild Frank wird ehrenamtlich von Christine und Ekkehard Bahlo gepflegt. Ich war schon in den vergangenen Jahren zur Pflegeaktion zusammen mit anderen Freiwilligen. Mittlerweile hat sich im Garten viel getan, die Beete sehen besser aus und die Päonien wachsen, befreit von Brombeeren und allerhand Unkäutern richtig gut.

Helleborus Landgarten Frank, Bergenia

Helleborus und Bergenien im Landgarten Frank

Landgarten Frank Narzissen

Narzissen im Landgarten Frank

Aber auch der Garten von Christine Bahlo selbst läuft im Frühjahr zu Hochform auf, alleine wegen der schönen Gehölze, wie Kamelien, Magnolien und Cornus.

Magnolie, Sternmagnolie, Magnolia stellata, Garten Christine Bahlo

Sternmagnolie (Magnolia stellata) im Garten von Christine Bahlo

Spinne auf einer Dichternarzisse (Narcissus poeticus)

Spinne auf einer Dichternarzisse (Narcissus poeticus)

Beim Weinheimer Gartengespräch am 15. April war das Programm voll. Mal wieder lud Cassian Schmidt zur Führung in den Hermannshof. Die Tulpenzeit hatte gerade angefangen und die Narzissen blühten noch. Eine Augenweide – mal wieder! Von dort stammen alle folgenden Fotos und die Fotoserie.

Gehölze im Klimwandel und ein spannungsreicher Gartenraum

An dem von Christine Bahlo organisierten Seminartag war das erste Thema „Gehölze im Klimawandel“. Klaus Körber von der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim bei Würzburg zeigte in einem unterhaltsamen Vortrag, wie sich das wärmere Klima auf unsere Bäume auswirkt. Er leitet das Sachgebiet Obstbau und Baumschulen. In dieser Aufgabe leitet er auch den Versuchsbetrieb „Stutel“, wo versucht wird, herauszufinden, welche Bäume dem Klimawandel standhalten. Seine Erkenntnis: Wir werden in Zukunft mehr andere Bäume sehen. Das sind Arten, die wir bisher nur aus anderen Ländern oder Erdteilen kennen wie Liqidambar, Magnolia kobus oder Parrotia, der Eisenholzbaum. Hier gibt es mehr dazu. Ein zweiter Vortrag von Klaus Körber ging über die wunderbare Kombination von Rosen und Clematis. 

Magnolia x soulangeana "Lennei Alba" Hermannshof, Weinheim

Die große und alte Magnolia x soulangeana „Lennei Alba“ im Hermannshof

Den Abschluss machte Sonja Maria Kaas mit einem Bericht über den Terrassengarten des Stift Neuburg. Hier hat sie seit 2016 das Gelände der früheren Efeuzucht des Klosters übernommen und neu angelegt. Ganz besonders ist hierbei die vorgegebene Struktur durch das regelmäßige Betonwegenetz und die dazwischen liegenden schmalen Beete. Wie in einer Theaterkulisse sind die Pflanzen aufgereiht und ergeben Ein-und Durchblicke. Ich freue mich, dass ich im Verlauf des Jahres bei Sonja im Garten fotografieren darf. Und so gibt es hier jetzt keine Fotos, aber dafür den Link zu ihrer Website www.kaas-garten.de. Unter Öffentlicher Raum finden sich Bilder zum Garten. Wer Mitglied in der GdS ist, darf sich im kommenden Heft des „Staudengarten“ über Text und Fotos freuen.

5 Kommentare

  1. Christine Bahlo sagt

    Liebe Sylvia,
    ganz lieben Dank für diesen Beitrag, in dem auch der Landgarten Frank und das Weinheimer Gartengespräch vorkommen. Danke für Dein Engagement!
    Toll, wie du so viele völlig unterschiedliche Hobbys neben einem anstrengenden Beruf nun auch noch samt Umzug auf die Reihe kriegst.
    DU bist einfach Spitze 🙂
    Ich bin schon sehr gespannt, wie sich Dein neues Gärtlein entwickeln wird.

    • Liebe Christine,
      herzlichen Dank! Ich bewundere hingegen immer, wie Du und Ekkehard es schafft, den Landgarten zu pflegen und wie Du nebenher Promotion und GdS und vieles andere wuppst. Es macht jedenfalls immer Freude, etwas mit Dir gemeinsam auf die Beine zu stellen. Wenn der Garten mal nach was aussieht, dann musst Du mal schauen kommen!

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